Gemütliche Beleuchtung: So wird dein Zuhause abends wärmer
Sobald es draußen dunkel wird, verändert Licht die Wirkung eines Raumes komplett. Mit mehreren kleinen Lichtquellen, warmen Lichtfarben und gezielt beleuchteten Ecken kann selbst ein schlichtes Wohnzimmer plötzlich viel gemütlicher wirken.
Ein Raum kann tagsüber wunderschön aussehen und abends trotzdem plötzlich kühl wirken. Der Grund liegt oft gar nicht an der Einrichtung, sondern an der Beleuchtung.
Wenn nur eine einzige helle Deckenlampe eingeschaltet ist, wirkt ein Raum schnell flach. Schatten verschwinden, unterschiedliche Bereiche gehen optisch ineinander über und selbst warme Farben verlieren einen Teil ihrer Wirkung.
Viel gemütlicher wird es, wenn Licht aus verschiedenen Richtungen, Höhen und kleinen Bereichen kommt. Genau darum geht es in diesem Beitrag.
8 Ideen für gemütlichere Beleuchtung
Arbeite mit mehreren kleinen Lichtinseln.
Eine der einfachsten Veränderungen besteht darin, nicht mehr nur die Deckenlampe einzuschalten.
Stell dir dein Wohnzimmer stattdessen als mehrere kleine Bereiche vor. Neben dem Sofa kann eine Stehlampe stehen, auf dem Sideboard eine kleine Tischleuchte und auf einem Beistelltisch vielleicht noch eine weitere Lampe.
Dadurch entstehen Lichtinseln. Der Raum bekommt mehr Tiefe und einzelne Bereiche wirken automatisch gemütlicher.
Versuch einmal, die große Deckenlampe am Abend komplett auszuschalten und stattdessen drei kleinere Lampen im Raum zu verwenden. Die Veränderung ist oft erstaunlich groß.
Achte auf die Lichtfarbe.
Zwei Lampen können fast identisch aussehen und trotzdem eine völlig andere Atmosphäre erzeugen. Entscheidend ist häufig die Lichtfarbe.
Für gemütliche Wohnbereiche wirkt warmweißes Licht normalerweise deutlich angenehmer als sehr kaltes Weiß.
Eine einfache Orientierung
ca. 2200–2700 Kelvin: besonders warm und gemütlich.
ca. 2700–3000 Kelvin: warmweiß und für viele Wohnbereiche gut geeignet.
Je höher die Kelvinzahl, desto kühler wirkt das Licht.
Warmweiße E27 LED-Leuchtmittel
Besonders praktisch sind LEDs, wenn du vorhandene Lampen behalten und nur die Lichtwirkung verändern möchtest.
Warmweiße LEDs ansehen →Kleine Tischlampen können unglaublich viel verändern.
Ich mag Tischlampen besonders, weil sie wenig Platz brauchen und gleichzeitig Licht und Dekoration miteinander verbinden.
Sie funktionieren auf Sideboards, Fensterbänken, Regalen, kleinen Beistelltischen oder sogar auf einem breiteren Nachttisch.
Gerade orangefarbene Pilzlampen, Opalglas oder Lampen mit Stoffschirm passen wunderschön zu einer warmen Einrichtung.
Retro-Tischlampen in Orange
Sie setzen gleichzeitig einen Farbakzent und geben am Abend ein besonders warmes Wohngefühl.
Retro-Tischlampen ansehen →Gib deiner Sitzecke eine eigene Lichtquelle.
Eine Stehlampe neben Sofa oder Sessel macht einen Sitzbereich optisch sofort eigenständiger.
Dadurch entsteht fast wie von selbst eine kleine Lese- oder Ruhezone.
Besonders schön finde ich Modelle, bei denen das Licht nicht direkt und hart in den Raum strahlt, sondern durch einen Schirm etwas weicher wird.
Stehlampen für gemütliche Leseecken
Eine Stehlampe ist besonders praktisch, wenn neben dem Sofa keine Ablagefläche für eine Tischlampe vorhanden ist.
Stehlampen ansehen →Lass dunkle Ecken nicht einfach verschwinden.
Wenn ein Raum abends nur in der Mitte beleuchtet wird, können die Ecken sehr dunkel wirken. Dadurch fühlt sich der Raum oft kleiner und weniger einladend an.
Genau dort kann eine kleine Lampe einen enormen Unterschied machen.
Kombiniere beispielsweise eine größere Pflanze, einen kleinen Beistelltisch und eine Lampe. Aus einer vorher leeren Ecke wird plötzlich ein eigener kleiner Wohnbereich.
Nutze indirektes Licht für zusätzliche Tiefe.
Nicht jede Lichtquelle muss direkt sichtbar sein. Gerade indirektes Licht kann einen Raum am Abend besonders weich erscheinen lassen.
Eine Lichtquelle hinter einem Sideboard, unter einem Regal oder hinter größeren Möbeln kann Wände leicht aufhellen, ohne den Raum zu überstrahlen.
Wichtig ist, dass das Licht nicht wie grelles Techniklicht wirkt. Warm und dezent funktioniert hier meist besser.
Warmweiße LED-Lichtleisten
Sie können beispielsweise hinter Sideboards oder Regalen für indirekte Beleuchtung genutzt werden.
Lichtleisten ansehen →Sieh Lampen nicht nur als Technik.
Eine Lampe kann genauso Teil deiner Einrichtung sein wie eine Vase, ein Spiegel oder ein Kunstwerk.
Gerade im Retro- und Mid-Century-Bereich gibt es viele Leuchten, die auch ausgeschaltet bereits wie Dekoration wirken.
Runde Formen, Glas, Messing, Orange, Creme oder ein schöner Stoffschirm können die Farbwelt des Raumes wieder aufnehmen.
Deine Lampen müssen nicht aus einer Serie stammen. Wenn Farbe, Material oder Form miteinander harmonieren, kann eine Mischung sogar viel persönlicher wirken.
Mach aus Licht ein kleines Abendritual.
Gemütlichkeit entsteht nicht nur durch Einrichtung. Auch Gewohnheiten verändern, wie wir einen Raum wahrnehmen.
Statt abends einfach eine Lampe einzuschalten, kannst du dir eine feste kleine Lichtstimmung schaffen.
Deckenlicht aus. Kleine Lampen an. Vielleicht eine Kerze auf dem Tisch, Musik im Hintergrund und die Vorhänge zu.
Nach einiger Zeit verbindet man genau diese Lichtstimmung automatisch mit Ruhe und Zuhause.
Gemütliche Beleuchtung bedeutet nicht mehr Licht. Sondern besser verteiltes Licht.
Du brauchst dafür keine zehn neuen Lampen. Häufig reichen bereits zwei oder drei zusätzliche, kleinere Lichtquellen.
Beginne dort, wo du dich am Abend am häufigsten aufhältst. Sofa, Esstisch oder Leseecke. Danach kannst du Schritt für Schritt weitere Lichtinseln ergänzen.
Das könnte dir auch gefallen
Du möchtest deinen Raum gemütlicher machen, weißt aber nicht, wo Licht, Pflanzen und Möbel am besten wirken?
Plane deinen Raum passend zu deinem Stil, deiner vorhandenen Einrichtung und deinem Budget. Beleuchtung, Pflanzen, Farben und Dekoration können dabei gemeinsam berücksichtigt werden.
Meine Raumplanung starten →